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Hektors Reise

Die Geburt eines Kindes ist für alle Beteiligten ein prägendes und einschneidendes Ereignis. Für die Mutter, für den Vater, für das Kind, für das Geschwisterchen und natürlich auch für alle anderen in der näheren Umgebung (Oma, Opa, Tanten, Onkel, Freunde). Lange kündigt sich das Ziel der Reise an, an dem das kleine Lebewesen in unsere Welt tritt. Als Mutter wartet man z.T. krampfhaft auf diesen einen ersehnten Tag und hofft, dass es natürlich der vom Arzt errechnete Termin ist. Dies geschieht allerdings nur in 3% aller Fälle und so sind die letzten Tage für alle eine ziemliche Geduldsprobe.

10 Monate warten auf den einen Tag

So auch bei mir. Ich, vom Grundcharakter eher ein ungeduldiger Typ, habe wirklich von Tag zu Tag gezählt und mich gefragt "Wann ist es endlich so weit?". Nachdem der errechnete Termin überschritten war, kam ein wenig Entspannung und Hektor machte sich mittags am 24.03.2018 auf den Weg in unsere Welt.


Gespannt auf das, was in den kommenden Stunden auf mich wartete, kamen auch Erinnerungen an die Geburt von Jonas hoch. Wird es wieder so lange dauern? Halte ich die Schmerzen nochmal aus? Wie wird er wohl aussehen? Gedanken, die wohl jede Mutter bei der Geburt des zweiten Kindes hat. Man kann sich ungefähr vorstellen, was da wieder auf einen zukommt. Und dennoch ist jede Geburt eine Reise für sich!


Hektor Reise begann bei uns im Garten. Ich spielte noch mit Jonas im Sandkasten als ich nach und nach das Gefühl hatte, in Richtung Krankenhaus zu fahren. Die leichten Wehen kamen alle 5 Minuten und so machten wir uns auf den Weg ins Karolinen Hospital in Hüsten. Wehen waren da, aber ein Spaziergang sollte alles noch etwas voran treiben. So war es dann auch. Gegen 17:00 platzte die Fruchtblase und dann kamen diese Wehen, wo man weiß, jetzt gehts erst richtig los! Bei Jonas Geburt verpasste ich den Moment, wo eine PDA Erleichterung bringen kann. Dieses mal nicht. Dieser Punkt von der Reise war für mich sehr entscheidend, denn ich entspannte. Ich spürte zwar schmerzen, aber nur so leicht, dass ich nebenher mit meinem Mann reden konnte und lediglich einen starken Druck spürte. Irgendwann dachte ich mir "ich glaube Hektor will auf die Welt". So war es dann auch. Eine wenige Presswehen und um 19:25 lang dieses kleine Wesen bereits in meinem Arm.


Hektor Stanek 24.03.2018

Ein unbeschreiblich schöner, entspannter, ruhiger und glücklicher Moment. Ich konnte Frauen nie verstehen, die sagten, die Geburt war schön. Denn für mich waren die Erinnerungen an die Geburt von Jonas so prägend, dass ich es nicht für möglich hielt, eine Geburt mit dem Wort "schön" in Verbindung zu bringen. Doch nach Hektors Reise auf diese Welt kann ich ehrlich gesagt sagen, dass es schön war.*



Hektor kam mit einem Gewicht von 3770g und 52cm ans Ziel seiner Reise und startete mit dem ersten Schrei bereits eine neue. Die Reise, die sich Leben nennt.







An dieser Stelle noch mal ein Dank an meine betreuende Hebamme Maren Goldmann, Dr. Ebert, OA Dr. Gurdzhi und dem gesamten Team des Karolinen Hospital für die Unterstützung und liebevolle Pflege.










* Ich weiß, wie viele unglaubwürdige Fragezeichen nun bei einigen Müttern im Kopf herumgeistern, die vielleicht nicht so schöne Geburten hinter sich haben. Ich will mit dieser Beschreibung nur ein wenig Mut machen, für all diejenigen, die das Wunder noch vor sich haben und Sorgen/Zweifel/Ängste spüren. Jede Geburt ist anders; das habe ich nun selbst erleben dürfen, obwohl ich diesen Satz anfangs sehr skeptisch gesehen habe. Ein hoch auf die PDA :-)



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Helena Stanek (geb. Fromm)

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